Master in Wirtschaftspsychologie, Coaching-Ausbildungen, die Tools, das ganze Wissen.
Und saß danach abends vor Netflix, statt das zu tun, von dem ich genau wusste, dass es dran wäre.
Ich wusste kognitiv, dass ich gut genug bin. Und passte mich weiter an.
Ich verstand Grenzen. Und setzte sie nicht.
Ich wusste, was ich eigentlich tun wollte. Und tat es trotzdem nicht.
Der Wendepunkt kam über eine Erfahrung, keine Erkenntnis: kognitives Verstehen allein verändert die emotionalen, körperlichen und verhaltensbezogenen Muster eines Menschen nicht automatisch. Erst als Körper, Nervensystem und unmittelbares Erleben Teil des Prozesses wurden, hat sich etwas bewegt, das jahrelang stehen geblieben war.
2019 ist zum ersten Mal etwas von der Maske abgefallen, die ich mein Leben lang getragen hatte.
Heute fliegen Menschen aus Italien und Österreich zu mir, um mit mir zu arbeiten. Nicht weil ich mehr weiß als damals. Weil ich heute verkörpere, wovon ich damals gesprochen habe.